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So kannst du dein Team motivieren.


Ein topmotiviertes Team, das gerne seine Aufgaben erledigt: das wünscht sich wohl jede:r Leader:in. Vielleicht hast du schon viel darüber gelesen, wie man «jemanden motivieren kann». Aber bad news: denn jemandem «Motivation einflössen» kann man leider nicht. Dafür gibt es weder Tabletten noch die Möglichkeit einer "Motivations-Infusion". ABER: Du kannst dennoch etwas tun. Motivation entsteht immer bei der Person selbst. Was du denoch tun kannst, um die Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen deine Mitarbeitenden zu Motivation finden, lernst du in diesem Blog.


Was weiss die Wissenschaft über Motivation?

Kennst du die die Selbstbestimmungstheorie? Diese Theorie (von Richard M. Ryan und Edward L. Deci) widmet sich voll und ganz dem Thema Motivation. Oftmals stellen wir uns die Frage: «Was führt zu mehr Motivation?» Ryan und Deci betonen , dass es viel wichtiger wäre zu fragen: «Welche Art von Motivation möchte ich erhalten?»


Es gibt zwei Formen von Motivation, zwischen denen unterschieden wird:


1. Die autonome Motivation

2. Die kontrollierte Motivation


Die autonome Motivation, ist sehr erstrebenswert: Sie ist dann vorhanden, wenn man mit vollem Wille, Interesse und Genuss bei der Sache ist. Autonome Motivation führt unter anderem zu mehr Leistung, Engagement und Wohlbefinden. Im Gegensatz dazu entsteht kontrollierte Motivation dann, wenn man für eine Aufgabe eine Belohnung erhält, eine Strafe verhindern will oder wenn man dazu verpflichtet wird.


Wie kannst du autonome Motivation fördern?


Autonome Motivation entsteht, müssen drei grundlegende menschliche Bedürfnisse erfüllt sein:


  • CONFIDENCE (Vertrauen/Zuversicht)

  • RELATEDNESS (Beziehungen, eingebunden sein)

  • AUTONOMIE

Alle Menschen - auch du - besitzen diese Grundbedürfnisse und sind bestrebt, diese zu erfüllen. Damit autonome Motivation entstehen kann ist es also wichtig darauf zu achten, dass diese befriedigt werden können. Diese Grundbedürfnisse sind natürlich nicht nur für die Motivation, sondern auch für die allgemeine psychische Gesundheit sehr vorteilhaft und relevant.


So kannst du als Leader:in für mehr autonome Motivation sorgen

Du kannst dich fragen: "Was kann ich konkret tun, um Rahmenbedingungen zu schaffen, denen diese drei Grundbedürfnisse erfüllt werden?"


  1. "Confidence" (Zuversicht, Vertrauen) kannst du direkt stärken, wenn du in deiner Führungsarbeit mehr Aufmerksamkeit auf das Gelungene und das Erreichte legst. Der Fachbegriff dafür ist "Accomplishment". Als Leader:in kannst du helfen, die Zuversicht deiner Mitarbeitenden zu stärken indem du ihnen beispielsweise mit den folgenden Fragen begegnest: Welche Tasks konntest du diese Woche bereits erledigen? Was ist dir heute wirklich gut gelungen? Wenn Mitarbeitende vor Herausforderungen stehen kannst du fragen: Wie hast du ähnliche Hürden in der Vergangenheit gemeistert? Welche Stärken haben dir dabei geholfen und kannst du diese nun wieder einsetzen?

  2. Das Grundbedürfnis «Relatedness» (Beziehungen, eingebunden sein) kannst du auch direkt beeinflussen. Gibt es am Arbeitsplatz Zeit, wertvolle Beziehungen zu pflegen? Gibt es einen Rahmen für regelmässigen Austausch und Gespräche? Gibt es vielleicht sogar Teamausflüge oder Teamrituale, in denen positive Beziehungen entstehen und aufrechterhalten werden können? So entstehen Möglichkeiten Leute zu finden, die gleiche Erfahrungen und Erlebnisse teilen, wie man selbst. Diese Dinge zahlen also direkt auf das Bedürfnis nach gelingenden Beziehungen ein.

  3. Das Bedürfnis nach Autonomie kannst du ebenfalls positiv unterstützen. Verteile Aufgaben und Projekte möglichst nach Stärken, Fähigkeiten oder gar Talenten deiner Mitarbeiter:innen. Wer seine passenden Stärken und Fähigkeiten im Job aktiv nutzen kann, kommt möglicherweise sogar richtig in den "Flow". Stelle dir dazu folgenden Fragen: Verteile ich Aufgaben den Stärken meiner Mitarbeitenden entsprechend? Kenne ich ihre Stärken überhaupt? Kann ich Mitarbeitende mit den Aufgaben herausfordern, ohne sie dabei zu überfordern?


Du kannst auch noch mehr für ein motiviertes Team tun

Probiere es aus und beobachte, was mit deinen Mitarbeiter:innen im Team passiert. Natürlich kannst du genau die gleichen Überlegungen auch für dich selbst anstellen und dir überlegen, was du für deine CONFIDENCE, deine AUTONOMIE und deine BEZIEHUNGEN tun kannst. Denn was bei anderen wirkt, wirkt auch bei dir selbst.


Wenn du noch mehr für die Motivation deines Teams tun willst, kannst du dich auch umfassender mit dem Führungsstil Positive Leadership (PERMA-Lead) auseinandersetzen.


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