

Teamentwicklung in der Praxis. Beispiele.
Damit du dir ein Bild machen kannst, was in Teamentwicklungs-Workshop geschehen kann, hier drei echte Beispiele aus meiner Praxis der Teamentwicklung:
Beispiele von echten Teamworkshops

Das IT-Team: gemeinsame Werte der Zusammenarbeit im Team.
Ein Team von Softwareentwickler*innen im akademischen Umfeld wollte klären, was Ihnen in der Zusammenarbeit wirklich wichtig ist. Das Team war bereits gut miteinander unterwegs und erbrachte für die Organisation gute Ergebnisse und Leistungen. Es ging also um die Stärkung des bereits Vorhandenen.
In einem Tagesworkshop in Bern haben wir gemeinsame Werte erarbeitet. Von abstrakten Wertebegriffen wie "Toleranz" oder "Humor" hin zu konkreten im Alltag beobachtbaren Verhaltensweisen. Die zentrale Fragestellung dabei war: "Woran merken wir, dass der Wert wirklich gelebt wird? Wie wird er sichtbar?"
Das Ergebnis wird nun in verschiedensten Kontexten aktiv genutzt. Zum Beispiel bei der Rekrutierung neuer Mitarbeiter*innen. In Teamsitzungen gibt es von Zeit zu Zeit Möglichkeiten, über die Werte zu sprechen. Die Team Co-Leitung nutzt die Werte auch für die Jahresgespräche.
Die Teamleitung hat den Prozess eigenständig weitergeführt und findet immer wieder neue Anwendungsbereiche.
Ein NGO-Team unter Druck. Zuversicht mit Stärkenorientierung
Ein Team von Frauen in einer NGO im sozialen Bereich befand sich in einer herausfordernden Situation: Die neue IT Umgebung mit neuer Software funktionierte über Wochen nicht. Zudem konnte eine Stelle im Team über längere Zeit nicht besetzt werden.
Das Team erlebte viel Druck und eine grossen Workload. Trotzdem nahmen sie sich Zeit für einen Tagesworkshop. Wir haben in diesem Workshop vor allem mit den Charakterstärken aus der Positiven Psychologie (VIA-Modell) gearbeitet. Der Teamtag war bewusst eine Auszeit aus dem täglichen Hamsterrad.
Wir haben die eigenen Charakterstärken "erforscht" und das Team hat die Stärken der Kolleginnen kennen gelernt. Dabei war eine der Kernfragen immer, wie man diese Stärken und die Erkenntnisse im Alltag besser nutzen kann.
Die Teamleiterin berichtete, dass trotz unveränderter Rahmenbedingungen die Stimmung im Team besser geworden sei. Sie erkannte vor allem mehr Lösungsorientierung und Zuversicht im Team.
Besonders bereichernd fand ich, dass einzelne aus dem Workshop auch erkannten, dass sie ihre eigenen Charakterstärken auch in privaten Situationen hilfreich fanden: In der Beziehung, als Mutter und als Präsidentin eines Turnvereins.
Ein Team in der kantonalen Verwaltung: Mehr Gelassenheit
Ein Team in einer kantonalen Verwaltung ist als Aufsichtsbehörde mit herausfordernder Kommunikation konfrontiert. Die "Kunden" reagieren oft ungehalten und kommunizieren angriffig und manchmal auch mit persönlichen Angriffen.
Das Thema des Workshop war: Wie kann ich auch in herausfordernden Situationen gelassen bleiben und professionell kommunizieren?
Wir haben mit dem Zürcher Ressourcen Modell ZRM gearbeitet. Dabei handelt es sich um einen wissenschaftlich fundierten Ansatz der dabei hilft, wirkungsvolle innere Haltungen zu erarbeiten. Gleichzeitig haben wir auch die eigenen Prägungen und Muster in herausfordernden Situationen in den Fokus gestellt.
Ein zentrales Element des ZRM ist das individuelle Erarbeiten eines persönlichen Primes: ein Symbol oder Bild, das eine gewünschte innere Haltung aktiviert sobald man es sich zu Nutze macht.
Die Abteilungsleiterin stellte im Nachgang fest, dass einige aus dem Team aktiv mit ihrem Symbol (ihrem Prime) arbeiten und sich diesen aufs Pult gestellt haben oder ein Bild als Deskop-Hintergrund verwenden.