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Sich selber führen - Positive Leadership ist auch Self-Leadership!

Positive Leader achten auch bei sich selbst auf Positive Emotionen

Du kennst das Konzept des modernen Führungsansatzes «PERMA-Lead» schon? Wenn nicht, kannst du --> hier mehr darüber erfahren. PERMA-Lead hat seine Wurzeln in der Positiven Psychologie. PERMA-Lead (Positive Leadership) funktioniert in der Mitarbeiterführung bestens. Das belegen zahlreiche Studien. Sicher kannst du dir auch vorstellen, dass es nicht nur geeignet ist um moderne Teams, sondern auch, um auch sich selbst zu führen. Als Leader:in bei sich selbst anzufangen, herauszufinden, wie du ganz persönlich bei dir PERMA-Lead umsetzen kannst, kann sehr hilfreich sein. Wenn du erlebst, wie Positive Leadership im Sinne von Self-Leadership funktioniert, hilft dir das, noch authentischer und überzeugter auch dein Team positiv zu führen. Mit anderen Worten: Dein Umgang mit dir selbst, deine Stimmung und dein Verhalten färbt sich direkt auf deine Mitarbeiter:innen und auf dein Team ab. Wenn du also beispielsweise möchtest, dass sich die Stimmung in deinem Team verbessert, dass dein Team optimistischer und zuversichtlicher wird, dann tust du gut daran, diesbezüglich auch auf dich selbst acht zu geben.


Dieser Blog dreht sich rund um das Thema «positive Emotionen»: Wie du selbst als Leader:in optimistischer werden und bleiben kannst und deine positiven Emotionen fördern und besser wahrnehmen kannst: alles was du dazu wissen musst lernst du in hier.


Warum lohnt es sich, positive Emotionen auch bei sich selbst und nicht nur bei den Teammitgliedern zu fördern?

Die Antwort darauf ist schnell gegeben. Mit erhöhter Resilienz, Motivation, Kreativität, sozialen Ressourcen, ganzheitlichen Aufmerksamkeitsprozessen, Problemlösungsfähigkeiten und gesteigertem Optimismus als (einem Teil der) Folgen von positiven Emotionen profitierst du ganz persönlich! Als Leader:in kommen dir einige dieser Vorteile ganz besonders zu Gute. So werden zum Beispiel Resilienz, Problemlösefähigkeiten oder Optimismus von Leader:innen ganz besonders gefordert. Wobei gerade Optimismus manchmal schwieriger aufrecht zu erhalten ist als manchmal gedacht. Positive Emotionen tragen aber einen grossen Teil zur Entstehung, Verstärkung und Aufrechterhaltung dieser Komponenten bei. Deshalb schauen wir uns jetzt an, wie du diese im Privaten, aber auch im Arbeitsalltag bei dir persönlich fördern kannst.


Mehr positive Emotionen in in deinem Alltag. Das kannst du tun:


Diese drei Methoden helfen dir, mehr positive Emotionen im Alltag wahrzunehmen. Du lernst so auch, den Fokus mehr auf das Gelingende zu setzen, womit du das Erleben von Stolz förderst. Und Hand auf's Herz: Es ist doch ein gutes Gefühl, auf sich selbst stolz zu sein!


  • ·Führe ein «Tagebuch der positiven Emotionen»: Halte darin jeden Tag Erlebnisse fest, die bei dir Emotionen wie Dankbarkeit, Hoffnung, Inspiration oder Stolz ausgelöst haben (das kann ein Erfolg bei der Arbeit sein oder eine schöne Blume am Wegrand: Positive Emotionen fordern nicht zwingend riesige Ereignisse. Auch das Kleine zählt!)

  • Eine ähnliche, für einige aber etwas praktischere Methode ist die folgende: Packe 3 kleine Steine, Kastanien oder Murmeln (was immer du zu Hause hast) in deine Hosen- oder Jackentasche. Versuche wahrzunehmen, wenn etwas Schönes oder Lustiges passiert, etwas wofür du dankbar sein kannst oder wenn du eine andere positive Emotion erlebst. Immer wenn sowas passiert, wechselst du einen der Gegenstände von der einen Tasche zur Tasche auf der anderen Seite. Am Abend, oder wenn alle Gegenstände die Seite gewechselt haben, kannst du noch mal zurückdenken, wofür die Gegenstände ihre Seite gewechselt haben («für welches schöne Ereignis/ welche positive Emotion steht schon wieder die blaue Murmel?»)

  • Frage dich zwischendurch, worauf du so richtig stolz sein kannst: Was hast du an diesem Tag oder in dieser Woche erreicht? Welche Arbeiten konntest du erledigen und abhaken? So wird:» ich muss noch dieses und sollte noch jenes» zu: »ich erledigte bereits dieses und schaffte auch schon jenes!»

Die gute Nachricht: Positive Emotionen sind trainierbar und lernbar.


Die Universitätsprofessorin und Forscherin Barbara Fredrickson postuliert ein optimales Verhältnis von positiven zu negativen Emotionen von 3:1. Sie definiert ausserdem 10 grundlegende positive Emotionen. Einige davon, und wie du an diese (und somit näher an das beschriebene optimale Verhältnis) herankommen kannst, lernst du mit den folgenden Tipps:


  • Gelassenheit ist eine wunderbare positive Emotion: Du kannst sie beispielsweise mit Entspannungs- oder Atemübungen erreichen (solche Entspannungsübungen gibt es zum Beispiel auf Spotify von «minddrops» und vielen anderen Anbietern). Du könntest dich auch fragen: In welchen Situationen und/oder mit welchem Menschen bin ich völlig entspannt und sorglos? Und wie könnte ich "mehr davon" in mein Leben holen?

  • Interesse: Eine weitere positive Emotion ist Interesse: Wofür interessiert du dich bereits / wofür kannst du dich begeistern? Versuche wahrzunehmen, wie schön es ist, dich dafür zu begeistern! Wie schön die echte, innere Lust ist mehr davon zu machen und mehr darüber zu erfahren. Kannst du vielleicht auch Neugier entwickeln für ein neues Thema? Etwas Neues Lernen, eine neue Sportart ausprobieren? Oder etwas ganz anderes Neues tun?

  • Hoffnung könnte beispielsweise dadurch gefördert werden, sich in jeder Situation zu Fragen: «Was ist das Geschenk dieser Situation?» Das heisst natürlich nicht, dass man negative Faktoren völlig ausblendet, sondern dass man eine Situation einmal neubewertet und auch (aber nicht "nur!") von einer anderen Seite betrachtet.



Diese Gedankenanstösse können dir helfen, Ideen dafür zu erhalten, wie du positive Emotionen fördern kannst. Das heisst natürlich nicht, dass du alle davon umsetzen musst. Suche dir einfach jene Ideen aus, die besten zu dir passen und von denen du glaubst, sie gut im Alltag umzusetzen zu können. Wenn du für dich einen Weg findest, mehr positive Emotionen wahrzunehmen und zu erleben, wird sich das nicht nur in privaten, sondern auch in arbeitsbezogenen Momenten und Situationen zeigen und so auch auf dein Team einen positiven Einfluss haben. So kannst du mit Wohlbefinden, Resilienz und Optimismus dich selbst und auch dein Team positiv führen!

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